Maier’s Monthly - August 2026

Newsletter No 8

Die Kunst, sich auf eine Reise einzulassen

Manche Reisen enden nicht, wenn man wieder zuhause ist.

Sie reisen mit uns weiter.

In Bildern, Farben, Gerüchen, Erinnerungen. In einem bestimmten Licht, das plötzlich wieder vor dem inneren Auge auftaucht. In einem Essen, das wir zuhause noch einmal kochen. In Dingen, die wir mitgebracht haben. Und manchmal in Ideen, die erst entstehen, wenn wir längst wieder zurück sind.

Genau das liebe ich am Reisen.

Es holt mich aus dem Gewohnten heraus und lässt mich anders sehen. Andere Farben. Andere Formen. Architektur, Menschen, Materialien, Stimmungen. Ich nehme unglaublich viel davon mit nach Hause – und vieles davon findet irgendwann seinen Weg in meine Arbeit.

Diesen Sommer war das ganz besonders stark.

Venedig hat mich mit einer solchen Fülle an Eindrücken zurückgelassen, dass in meinem Kopf längst neue Bilder entstehen. Das Wasser, das Licht, die alten Fassaden, Murano-Glas, verwinkelte Gassen, die Farben dieser Stadt.

Ich weiss jetzt schon: Dieser Sommer und diese Reise werden mich künstlerisch durch den Herbst begleiten.

Und genau das ist für mich die Kunst zu reisen:

Nicht nur irgendwo gewesen zu sein.

Sondern etwas davon mitzunehmen.

Und natürlich habe ich auch für euch etwas mitgebracht: meine persönlichen Venedig-Tipps – als Five Favourites weiter unten.

In Bewegung: Reisen bewegt mehr als nur uns selbst.

Ein letztes Mal “Beneath the Surface”

Lasst uns zusammenkommen.

Bevor ich mich im neuen Atelier meiner nächsten Kunstserie widme, gibt es für euch die Gelegenheit, meine aktuelle Ausstellung „Beneath the Surface“ bei ZWEI Wealth in der Villa Mythenstein in Zürich zu besuchen.

Am Freitag und Samstag, 21. und 22. August, findet jeweils am Nachmittag die Finissage statt.

Zum Anschauen, Inspirierenlassen und Austauschen.

Wer eines der ausgestellten Werke kaufen möchte, kann dies direkt vor Ort tun. Das Bild wird anschliessend in der Folgewoche zu euch nach Hause geliefert.

Ich freue mich sehr, einige von euch dort persönlich zu sehen – und diese Ausstellung gemeinsam abzuschliessen, bevor etwas Neues beginnt.

Ein Stück Waldbaden für zuhause: „Walk In The Woods (Shinrin Yoku)“

Wenn Kunst ihren Bestimmungsort findet

„Increase Happiness“ verlässt meine Ausstellung und zieht weiter.

Das Werk wird künftig in einer Akupunktur-Praxis hängen – und ich freue mich sehr über diesen neuen Ort.

Es ist jedes Mal ein besonderer Moment, wenn eines meiner Bilder mein Atelier oder eine Ausstellung verlässt. Ich habe eine Weile damit gelebt, und plötzlich wird es Teil eines anderen Raumes und eines anderen Alltags.

Bei „Increase Happiness“ gefällt mir dieser Gedanke ganz besonders. Das Werk trägt für mich genau das in sich, was der Titel verspricht: Lebensfreude, Leichtigkeit und positive Energie.

Umso schöner finde ich, dass es künftig an einem Ort hängt, an dem es um Wohlbefinden und Gesundheit geht.

Ich könnte mir kaum einen passenderen Platz dafür vorstellen.

Increase Happiness – mehr von dem, was das Leben leicht und lebenswert macht.

Und jetzt zu euren Fragen nach meiner Venedig-Reise. Ihr wolltet Tipps? Ihr kriegt sie.

Ich war nicht zum ersten Mal in Venedig – und trotzdem habe ich die Stadt dieses Mal ganz neu erlebt.

Hier sind fünf Orte und Erlebnisse, die ich sofort wieder buchen würde:

Five Favourites

1. Palazzina Grassi

Das einzige Fünf-Sterne-Hotel Italiens, das von Philippe Starck designt wurde.

Ein venezianischer Palazzo trifft auf Starcks unverkennbare Handschrift: Spiegel, Murano-Glas, ungewöhnliche Details und diese Mischung aus historisch und modern, die ich sehr gerne mag.

Mit nur wenigen Zimmern fühlt es sich ausserdem viel persönlicher und intimer an als die grossen venezianischen Grand Hotels.

Und dann ist da noch etwas, das in Venedig einfach besonders ist: Das Boutique-Hotel hat einen eigenen Bootssteg. Man steigt ins Wassertaxi – und fährt direkt beim Hotel vor.

Für Designliebhaber definitiv eine Adresse zum Speichern.

Palazzina Grassi: Hotel mit eigenem Bootssteg am Canal Grande.

2. Dinner im Club del Doge

Wer in Venedig einen besonders romantischen Abend erleben möchte, ist hier genau richtig.

Der Club del Doge gehört zum legendären Gritti Palace und liegt direkt am Canal Grande.

Schon die Lage ist spektakulär: Wir sassen auf der Terrasse mit Blick über das Wasser auf Santa Maria della Salute und Punta della Dogana, während langsam der Abend über Venedig hereinbrach.

Dazu diese klassische venezianische Eleganz, aufmerksamer Service und ein Dinner, das sich nicht einfach wie ein Restaurantbesuch anfühlt, sondern wie eine Inszenierung.

Einer dieser Abende, bei denen einfach alles zusammenpasst: die Kulisse, das Licht, das Essen, die Stimmung.

Ein Erlebnis für alle Sinne.

Club del Doge: Restaurant mit atemberaubender Aussicht.

3. Algiubagiò

Eine dieser Adressen, bei denen nicht nur das Essen in Erinnerung bleibt.

Das Algiubagiò liegt etwas abseits der klassischen Touristenströme direkt an der Lagune, mit Blick in Richtung Murano. Wir kehrten hier auf dem Rückweg von der Insel ein – und allein die Lage macht das Restaurant zu einem besonderen Zwischenstopp.

Dazu kommt eine Geschichte, die wir dort gehört haben und die perfekt zu Venedig passt.

Es hält sich die Legende, Banksy habe während eines Aufenthalts in der Stadt ganz in der Nähe ausgestellt und sei im Algiubagiò essen gewesen. Das Gerücht soll sich damals so schnell verbreitet haben, dass vor dem Restaurant regelrechter Aufruhr entstand.

Ob er tatsächlich dort sass, weiss niemand so genau.

Geblieben ist jedenfalls das Tiramisu: Es wird bis heute als Hommage an Banksy serviert – ein kleines Kunstwerk auf dem Teller.

Genau solche Geschichten liebe ich auf Reisen. Sie machen aus einem schönen Restaurant einen Ort, an den man sich erinnert.

Hommage an Banksy: Tiramisu als Kunstwerk.

4. Murano

Die Glasbläser-Insel wollte ich unbedingt unseren Kindern zeigen.

Zu sehen, wie aus einer glühenden Masse innerhalb weniger Minuten etwas Filigranes und Schönes entsteht, ist jedes Mal aufs Neue faszinierend.

Die Kinder staunten aber nicht nur über das Handwerk, sondern auch über die Wall of Fame: vom Papst über Formel-1-Fahrer bis hin zu Schauspielern – erstaunlich, wer hier schon alles zu Gast war.

Mein Tipp für Familien: Fragt unbedingt vorher, ob die Kinder selbst ausprobieren dürfen, mit Glas zu arbeiten oder sogar Glas zu blasen. Dadurch wird aus dem Zuschauen ein Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Wir haben uns ausserdem wunderschöne Gläser anfertigen lassen und mit nach Hause genommen.

Genau solche Souvenirs bleiben: Dinge, die nicht einfach irgendwo stehen, sondern Teil des Alltags werden – und uns jedes Mal für einen Moment an den Ort zurückversetzen, an dem wir sie entdeckt haben.

Noch ein kleiner Tipp: Unser Hotel organisierte den Murano-Ausflug, inklusive Wassertaxi – für uns war alles kostenlos. Solche Arrangements gibt es offenbar häufiger zwischen Hotels und Glasmanufakturen. Nachfragen lohnt sich also auf jeden Fall.

Kunst aus Glas: Ein Handwerk, das in den Familien von Generation zu Generation weiterlebt.

5. Venice After Dark

Venedig nach Einbruch der Dunkelheit – gruselig, spannend und voller Geschichten.

Wir haben eine private „Venice After Dark“-Tour mit LivTours gemacht – und ich würde sie sofort wieder buchen.

Venedig bekommt nachts eine vollkommen andere Atmosphäre.

Die Tour ist gruselig, ohne zu einer künstlichen Geisterbahn zu werden. Man hört Legenden und Geschichten darüber, was sich in dieser Stadt über die Jahrhunderte abgespielt hat, erfährt viel über Venedigs Vergangenheit, aber auch die Herausforderungen der Gegenwart. Und kommt gleichzeitig durch verborgene Gassen an Orte, die wir alleine definitiv nie gefunden hätten.

Zwischendurch machten wir noch Halt bei der laut unserem Guide Luigina „besten Gelateria Venedigs“.

Und zum Schluss ging es nachts in eine Gondel.

Durch fast leere Kanäle, vorbei an beleuchteten Palazzi und durch ein Venedig, das mit dem Trubel am Tag kaum noch etwas gemeinsam hat.

Für uns alle der perfekte Abschluss.

Als kleines Extra gilt für euch bei LivTours ein Preisvorteil von 5 Prozent auf alle Touren – von Venedig über Rom und Paris bis London, Barcelona und viele weitere Destinationen. Euer Code dafür: ANNA5. Gilt für Buchungen bis 31.10.26, reisen könnt ihr auch später.

Mystische Ausstrahlung: Venedig bei Sonnenuntergang.


Was im September wartet

Nach diesem Sommer freue ich mich jetzt mindestens genauso sehr aufs Zurückkommen und Anfangen.

Als Erstes wird mein neues Atelier eingerichtet.

Ich habe den Raum inzwischen so oft im Kopf eingerichtet, umgestellt und wieder neu gedacht, dass ich es kaum erwarten kann, endlich wirklich loszulegen.

Und dann wartet eine Aufgabe auf mich, auf die ich mich riesig freue:

Mein bisher grösstes Auftragswerk.

2,5 Meter breit.

Allein diese Dimension ist für mich neu – und genau das reizt mich daran.

Es wird körperlicher, grosszügiger, mutiger. Ich werde anders arbeiten müssen als auf meinen bisherigen Formaten.

Und irgendwo zwischen neuem Atelier, dieser riesigen Leinwand und all den Bildern im Kopf, die ich aus Venedig mitgebracht habe, beginnt dann auch meine nächste Serie.

Die Ideen sind da.

Jetzt dürfen sie auf die Leinwand.

Im September feiern wir unseren 1. Hochzeitstag – und ich starte tatsächlich schon in mein 50. Lebensjahr. 49. Wo ist nur die Zeit hin?

A presto,
Anna

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